Ein Spaziergang in der Umgebung von Hasserode

Der Spaziergang beginnt am "Lossen-Denkmal", etwas außerhalb von Wernigerode/Hasserode in Richtung Drei Annen-Hohne.
Nach wenige Schritten ist ein kleines Altbergbau-Revier erreicht. Hier kann man auch noch eine Wasserkunst in Funktion besichtigen.
Weiter oben unterqueren wir die Harzer Schmalspurbahn und folgen dem Weg in Rich-
tung "Ottofelsen". An lichten Stellen erkennt man, dass der Wald auf Granitklippen und Granitgeröll steht.
Bei klarem Wetter ist die Aussicht vom "Ottofelsen" sehr empfehlenswert. Sie reicht vom Brocken bis sehr weit in die Ebene. Der Felsen ist gut gesichert über Treppen zu bestei-
gen.
Weiter geht es zur Bielstein-Chaussee. Sie kommt vom "Bahnhof Steinerne Renne", am "Gasthaus Steinerne Renne" vorbei, herauf. Vom jetzigen Standort sind es nur wenige Minuten bis zum Gasthaus mit Stempelstelle.
Wir machen einen Umweg und halten uns zweimal links in Richtung Drei Annen-Hohne. Der nächste, rechte Weg ist wieder unserer. Am Abzweig Treppenstieg/Unterer Brücknerweg ist nämlich noch ein Stempelkasten. Wir kommen dann auf der Molkenhausstrasse heraus.
Es gehört sehr viel Glück dazu, großes Wild, wie etwa Reh und Hirsch in den Wäldern zu sehen. Aber dafür sollte man doch Obacht auf die kleinen Tiere geben. Die Gegend ist nicht so überlaufen und wer mit offenen Augen und Ohren und ohne eigenen Lärm wandert, kann sich an Kleintieren erfreuen.
Unterhalb des "Molkenhausstern", hinter der Einzäunung links des Wegs, war mal eine Viehwirtschaft. Hier wurden die Kühe im Frühjahr hinauf getrieben, gemolken und im Herbst wieder in die Ställe hinunter gebracht.
Hier oben hat man auch schon einen guten Ausblick hinunter in das Harz-
vorland. Leider aber zur Zeit auch auf viele kahle Flächen, die auf Grund des Borkenkäferbefalls abgeholzt werden mussten. Ein Schutzhütte steht hier ebenfalls. In Richtung "Wolfsklip-
pen" (rechter Weg) geht es weiter. Die liegen etwas versteckt rechts im Wald.
Unverschämtheit! Hier hat einer vor längerer Zeit mal einen großen LKW voll Bruchsteine einfach in die Landschaft gekippt.
Es muss ja bei einem Spaziergang nicht unbedingt ein Wildschwein im Dickicht grunzen.
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Es geht weiter über den Alexandersteig zum Oberförster-Koch-Weg. Um die Verdienste dieses Oberförsters zu würdigen, wurde ihm ein Denkmal gesetzt.
Das nächste Ziel ist die "Mönchsbuche".
Es gab Zeiten, da mussten die meisten Menschen ihre Wege zu Fuß gehen, weil sie nicht mal ein Pferd hatten. So ging es auch den Mönchen des Klosters Himmelpforte, am Weg nach Drübeck gelegen. Wenn sie zum Beispiel zum Kloster Walkenried wanderten, dann machten sie hier oben an der "Mönchsbuche" eine Rast. Die Buche, die heute hier steht, hat durch Blitzeinschlag und Sturm schon sehr gelitten, aber sie steht und treibt immer noch aus. Von der Schutzhütte gehen wir weiter in Richtung "Steinerne Renne" und dann die Straße hinunter zum "Bahnhof Steinerne Renne".
Hier gibt es dann noch das kleine Wasserkraftwerk mit seiner alten Turbine zu besich-
tigen. Das Wasser dafür wird von der Holtemme, etwas unterhalb der "Gaststätte Steinerne Renne", abgezweigt.
Jetzt können Sie mit dem Zug zurück zum Auto fahren.
Wenn das Auto aber am Denkmal steht, folgen Sie dem Bahnparallel-
weg. Kurz hinter dem Bahnhof führt noch ein Stollen aus alten Berg-
bauzeiten (Infotafel) in den Berg.
Bevor es oben wieder in das Thumkuhlental und zum Denkmal hin-
unter geht, sehen Sie noch die Reste der ehemaligen Verladestelle der Steinbrüche, ebenfalls mit einer Infotafel.
Diese Wanderung kann man ganz in Ruhe bewältigen. Dennoch sammeln Interessenten der Harzer Wandernadel acht Stempel:
Die Wasserkunst im Thumkuhlental
Am Ottofelsen
Am Gasthaus Steinerne Renne
Am Treppenstieg/Abzweig Unterer Brücknerweg
Am Molkenhausstern
An der Wolfsklippe
Am Oberförster-Koch-Denkmal
An der Mönchsbuche