Die Party war so zu sagen eine Betriebsfeier. Der Teufel und die Hexen trieben das ganze Jahr über ihr Unwesen und dann trafen sie sich einmal im Jahr um zu feiern. Das war zur Walpurgisnacht. Der Teufel rief und alle Hexen kamen.
Solche Tiefflüge mit anschließender Landung auf dem Plateau sind natürlich heute verboten. Wir müssen also laufen.
Meine Wanderung fand vier Tage vor Ostern 2010 statt. Vom Frühling war noch nicht viel zu sehen. Die Altschneereste reichen noch bis Bad Harzburg. Startpunkt war der großes Parkplatz in Bad Harzburg und über die Fussgängerbrücke geht es gleich in den Wald.
Über der "Eckertalsperre" erhebt sich der "Scharfenstein" und rechts der "Brocken".
Auf der Mauer der Talsperre überquert man die Grenze Niedersachsen/Sachsen-Anhalt. Früher war es die Grenze zwischen der DDR und der BRD. Am Ufer geht es weiter.
Vom Uferweg hat man schon einen kleinen Vorgeschmack auf den "richtigen" Weg nach oben. (B) ist die "Bismarck-Klippe". Dort gibt es eine schöne Aussicht (bei schönem Wetter).
An seinem Lieblingsplatz im Eckertal steht das Denkmal für "Hermann v. Frankenberg". Er war 1920-1931 Hauptvorsit-
zender des "Harzklubs".
Hier steht auch eine Schutzhütte. Es ist tatsächlich ein schönes Fleckchen Erde, dass zur rast einlädt. In der Zwischenzeit kann man schon mal rätseln, wie die Umgebung zu "v. Frankenbergs" Zeiten aussah. Die Talsperre gab es damals noch nicht. Wenn die Bäume nicht zu hoch waren, konnte er auch den Brocken (B)sehen.
Der Weg geht weiter noch ein Stück an der Talsperre entlang und dann hinauf zur Rangerstation des Natio-
nalparks, unterhalb des "Scharfensteins". Vorher steht rechts noch die Ruine des ehemaligen "Viehhof und Hirtenhaus Scharfenstein".
Am "Scharfenstein" geht es nun wirklich bergan. Es sind nur knapp 4 km. An der "Hermannstrasse" steht eine Sitzgruppe und auch am "Kleinen Brocken".
Es sind noch viele großflächige Altschneereste zu überwinden bevor die "Bismarck-Klippe" (rechts) erreicht ist.
Eine schöne Aussicht (bei schönem Wetter). B- der "Burgberg", V- der ehemalige "Viehhof", S- der "Scharfenstein".
Auch die "1000 - Meter" überschreitet man an einem steilem Anstieg. Erst am Rastplatz "Kleiner Brocken" beginnt ein flaches Stück, bis kurz vor die Schienen der Eisenbahn.
Gleich hinter dem Eisenbahnübergang beginnt, nach links oder rechts, der Rundweg um die "ehemalige heisseste Partymeile der Harzregion" - die Brockenkuppe. Dabei führt der Weg auch an der "Teufelskanzel" und dem "Hexenaltar" vorüber.
In Anlehnung an Goethes "Faust wird hier auf dem Brocken die Rockoper "Faust" aufge-
führt.
Der Rückweg führt auf jeden Fall wieder bis zum "Molkenhaus". Hier gibt es dann die Möglichkeit noch zur "Rabenklippe" ab zu biegen. Das Gasthaus sieht man schon beim Abstieg vom Brocken. An der Gaststätte befindet sich ein Luchsgehege. Der Weg lohnt sich, denn im Wald wird man als Wanderer kaum ein solches Tier zu sehen bekommen.
Außer den Öffnungszeiten finden Sie auf den Webseiten der "Waldgaststätte Raben-
klippe"
und dem "Molkenhaus" auch Informationen über die Geschichte der Häuser.
Das "Molkenhaus" war früher eine Unterkunft für Kuhhirten und Kühe, um das tägliche Auf- und Abtreiben zu sparen. Es war keine leicht Arbeit dort oben. Lesen Sie die Ge-
schichte von "Kauhkarel". Kauhkarel was Kauhhier uppen Molkenhouse. Diese und viele andere Geschichten stehen im Buch
"Twischen Harz un Madeborch" vom "Ostfalia Verlag". Eine lohnende Lektüre, wenn kein Wanderwetter ist.