Die Höhen und Tiefen von Thale
oder
"Sieben auf einen Streich"

Neben dem "Harzer Bergtheater" ist das "Bodetal" ein weiterer Anziehungspunkt von "Thale". Sie sollten schon einen Urlaubstag einplanen um sich von der landschaftlichen Schönheit zu überzeugen. Vergessen Sie auf keinen Fall ordentliches Schuhwerk! Bei meinem Wandervorschlag sind die Seilbahn und der Sessellift "außer Betrieb".
Vom "Friedenspark" kommend, führt die Straße hinunter zur Bodebrücke. Links steht als letztes Haus die "Rosenburg". Vom Bodetal sieht man vor lauter Bäumen nichts. Dennoch sollten Sie sich das Bild einprägen.
Über die Brücke und schon biegen wir nach links ins Tal ein. Kurz hinter dem Stützpfeiler der Seil-
bahn zweigt der Weg zur Roßtrappe ab. Gelegentlich laufen "wilde Tiere" über den Weg.
Von weitem grüßt die "Teufelsmauer", zwischen "Neinstedt" und "Weddersleben" und lockt ebenfalls zu einem Besuch.
Links an einem Felsen ist eine Erinnerungstafel an den Herrn "Bülow" angebracht. Ihm zu ehren wur-
de dieser begehbare Aussichtsfelsen benannt. Noch ein kurzer Anstieg und die Höhe der "Roß-
trappe" ist erreicht. Links haltend durch den Wald geht es hinaus zum eigentlichen Felsen. Näheres zu diesem berühmten Aussichtspunkt finden Sie hier:
"Der "Mythenweg" durch Thale" .
Die kräftigen Pferde, die es früher mal gab sind leider ausgestorben. Also müssen wir doch zu Fuß hinüber zum Tierpark am "Hexentanzplatz" gehen. Der Weg geht durch die "Schurre" - ein Geröllhang - hinunter in den "Hirsch-
grund". Unten biegen wir wieder nach links ab.
Am Gasthaus "Königsruh" überqueren wir auf der "Jung-
fernbrücke" die "Bode". Das hat vor uns auch schon
"Ludwig Richter" getan und den Bodeübergang ge-
zeichnet. Hinauf zum Tierpark führt ein Weg, den man eigentlich schon als "Steig" (wie in den Alpen) bezeichnen kann. Er ist steil, geht in engen Serpentinen. Er ist auf dem Wegweiser auch wie ein Steig mit einer Zeitangabe (55 Min.) ausgeschildert. Sonst finden Sie überall Kilometer-
angaben.
Die Mühe des Aufstiegs wird gleich auf der "La Vieres-
höhe" (im Bild) mit einer schönen Aussicht belohnt.
Nach wenigen Schritten kommen wir zum Zaun des Tierparks. Hier biegen wir nach rechts ab. Es dauert nicht lange und an einer Schutzhütte zweigt der Weg zu einem weiteren Aussichtspunkt ab - der "Prinzensicht". Man glaubt es kaum, aber wir sind 418 m über NN und rund 200 m über dem Bodetal.
Zu Ehren eines der berühmtesten Forstmänner seiner Zeit - "Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil" - wurde dieses Denkmal errichtet. Auf der Infotafel wird über seine Leistungen berichtet. Hier erinnern wir uns auch an unser Bild vom Eingang des Bodetals und vergleichen es mit dem Bild auf der Tafel. Es zeigt wie es zu Zeiten von Herrn Pfeil dort aussah.
Weiter geht der Weg, nun wieder Richtung Bodetal. Auf dem steilen Weg, der hinunter nach "Treseburg" führt gibt es noch einen schönen Aussichtspunkt - der "Weiße Hirsch". Von hier ist der Brocken bei guter Wetterlage zu sehen.
Nach dem wir das Bodetal von oben kennen gelernt haben, durchwandern wir nun die tiefe Felsschlucht. Von "Treseburg" abwärts sieht das Tal noch harmlos und lieblich aus. An der "Sonnenklippe" lädt eine Bank zum Verweilen ein. Dann dauert es aber nicht mehr lange und der Weg wird interessant.
Die engste Stelle erreicht das Tal am "Bodekessel". Auf der "Teufelsbrücke" überqueren wir die Bode wieder und kommen dann auch wieder zum Gasthaus "Königsruh".
Auch wenn immer das Gegenteil behauptet wird - auch der Teufel legte Wert auf Rein-
lichkeit. Aus diesem Grund steht im Bodetal auch ein Waschbecken - das "Teufels-
waschbecken".
Noch einmal gehen wir über die "Jungfernbrücke", biegen aber nach links zum "Wald-
kater" ab. Kurz vor dem "Kleinen Waldkater" steht rechts das "Teufelswaschbecken". Es ist eine Ausspülung der Bode, als sie noch in dieser Höhe durch das Tal floss.
Zum Schluss noch die Auflösung aus dem zweiten Teil der Überschrift: "Sieben auf einen Streich".
Sie können auf dieser Wanderung 7 Stempel für die "Harzer Wandernadel" sammeln.
Am Gasthaus "Königsruh", auf der "Roßtrappe", auf der "La Viereshöhe", auf der "Prin-
zensicht", am "Pfeilsdenkmal", am "Weißen Hirsch" und im Bodetal an der "Sonnen-
klippe".
Die "Schurre" zwischen der "Roßtrappe" und dem "Gasthaus Königsruh" ist wegen Steinschlag gesperrt. Je nach Wetterlage wird er im Frühjahr wieder frei gegeben. Den Stempel von der "Roßtrappe" müssen Sie sich zur Zeit separat holen. Für den Rückweg nehmen Sie dann den Sessellift.